Die Berufsschule gehört neben dem Betrieb zu einer Berufsausbildung. Für viele ist dies nicht unbedingt schön, wer geht schon gerne weiter zur Schule, aber sie ist in einer Ausbildung (meist) unumgänglich. Auch wird einigen erst in der Berufsschule bewusst, dass sie diese Lehre gar nicht wollen, besser gesagt, sie merken erst hier, das dies doch das Falsche für sie ist. Denn erst bei der „Theorie“ wird vieles erst deutlicher.
Manche schmeißen leider sehr schnell das Handtuch. Es bleibt noch zu erwähnen, dass es nicht zulässig ist, die Prüfung zu absolvieren, wer zum Beispiel über die Hälfte der Schulzeit nicht anwesend war. Das erste Jahr in einer Berufsschule mag zwar etwas „langweilig“ sein, da hier der Stoff für die nächsten Jahre vorbereitet wird. Dennoch gilt es hier, „durchzuhalten“. Auch die Eltern sind hier gefragt, denn selbst wenn die Kinder schon meinen, sie wären bereits super erwachsen, sollten die Eltern immer am Ball bleiben und sicher stellen, dass die Schule (regelmäßig) besucht wird. Hinterher wäre das Gejammere nämlich groß. So hat das Kind weder einen guten Schulabschluss, entweder eine abgebrochene Ausbildung oder aber gar keine. Sehr zur Freude aller Arbeitgeber. Diese lesen „so“ eine Bewerbung nicht einmal.
Um die Berufsschule durchzuhalten, sollten sie Ziele gesteckt werden. Dies ist wieder ganz individuell auf jeden einzelnen Schüler zurückzuführen. Es ist immer gut mit seinen Kindern über deren Zukunft zu sprechen. Was haben sie für Erwartungen? Was möchten sie nach der Berufsausbildung machen? Gleich einen Beruf wählen oder weiter auf die nächste Schule? Viele Schüler kommen einfach unentschuldigt nicht mehr zur Berufsschule, oder schmeißen diese, ohne vorher mit den Eltern gesprochen zu haben. Dieses „Leck mich am Arsch Gefühl“ von vielen Jugendlichen heutzutage ist immer wieder zu sehen. Sie feiern an den Abenden lieber und gammeln bis Nachmittag im Bett rum. Wie toll muss dieses Leben sein? Vielleicht mag das ja am Anfang noch ganz chillig sein, spätestens dann, wenn einem die Realität wieder einholt, wird ein jeder dieser Schüler auf den Boden der Tatsache geschmissen. Die Realität sieht dann nicht mehr so „rosig“ aus. Kater von den Nächten davor, ein unordentliches Zimmer oder Wohnung, im Kühlschrank herrscht gähnende Leere und im Geldbeutel sowie auf dem Konto sieht es auch nicht schöner aus. Wer jetzt nicht die Handbremse zieht, der kann sich auf ein derartiges Leben einstellen.
Selbst wer die Berufsschule und somit auch die Berufsausbildung geschmissen hat, für den ist es noch nicht zu spät. Es gibt immer wieder Möglichkeiten, nochmals eine (andere) Berufsausbildung anzufangen. Hier ist ein Gang zur Agentur für Arbeit sehr hilfreich, diese mit qualifizierten Arbeitsvermittlern, Berufsberatern und Vermittler, die extra auf unter 25Jährige spezialisiert sind, beratend zur Seite stehen. Auch gibt es dort Vermittlungsvorschläge. Hier bekommt jeder Schüler noch die Möglichkeit, doch noch etwas aus seinem Leben zu machen. Diese Chance sollte nicht ungenutzt bleiben, denn es könnte tatsächlich die Letzte sein. Steine, die einem in den Weg gelegt wurden, können also beiseitegelegt werden. Denn auch die Berufsschule kann Spaß machen, es sollte nur die (innere) Einstellung geändert werden.
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